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CMS

Grundsätzliches und Wissenswertes über CMS. Was ist CMS?
Alle reden über CMS, aber was ist das eigentlich? Hier werden erst einmal ein paar Begriffe leicht verständlich erklärt:

  • CMS
    Das ist die Abkürzung für Content-Management-System.
    Das bedeutet: im Gegensatz zu einer statischen Seite kann man
    die Inhalte (Content) einer Webseite selber einstellen, bearbeiten und verwalten (managen).
  • Content
    Das sind die Inhalte der Webseite; Texte, Bilder, Tabellen.
    All dies, was man an Inhalten einstellen, bearbeiten und verwalten,
    also managen kann, bezeichnet man als Content.
  • Backend
    Das Managen des Contents spielt sich im sogenannten Backend ab.
    Auf dieser „Rückseite“ arbeitet man.
  • Frontend
    Die Ansicht der Webseite, die im Internet sichtbar ist, heißt Frontend.
  • Template oder Theme
    Das ist der grafische und technische Rahmen der Webseite. Das Template oder Theme ist statisch,
    das heißt, es bleibt (weitgehend) gleich, egal wie ich die Inhalte gestalte.
  • responsives Theme
    Das bedeutet, dass die Webseite bei Tablet PCs und Smartphones mit einer
    angepassten, also anders angeordneten Ansicht erscheint und nicht einfach nur verkleinert.

Welches CMS ist für mich das richtige?
Diese wichtige Entscheidung hängt von 2 Faktoren ab:

1. Welche Inhalte will ich einstellen. Anders gefragt, für welche Seite will ich Inhalte managen. Ist es die Seite des gemeinnützigen Vereins, der die vereinsrelevanten Termine und die Fotos vom letzten Sommerfest einstellt, oder werden die Inhalte der örtlichen Tageszeitung in verschiedenen Rubriken mit den passenden Fotos, den aktuellen Leserbriefen und dem Live-Ticker des heimischen Fußballvereins von verschieden Redakteuren rund um die Uhr im wahrsten Sinne des Wortes gemanaged.

2. Wer stellt die Inhalte ein. Es gibt CMS, die sehr vielseitig und komplex zu bedienen sind, so dass sich die Contenteingabe für den Nutzer, der nur alle paar Wochen ein paar neue Fotos einstellen will, als viel zu schwierig erweist. Auf der anderen Seite ist ein Online Redakteur, der jeden Tag viele Stunden mit der Webseite beschäftigt ist und vielschichtige und komplizierte Inhalte einstellen muss, mit einem zu einfachen System sehr schnell am Ende.

Also wer bearbeitet die Webseite und welche Inhalte sollen bearbeitet werden.

Die schwere Entscheidung
Es gibt also nicht das beste CMS, sondern nur das passende.
Schwer haben es an dieser Stelle die Entscheider. Es gibt Seminare zu dem Thema, es gibt Literatur und auch die Fachzeitschriften greifen das Thema immer wieder auf. Jede Webseitenschmiede hat sich auf Ihr System eingeschossen und kann in der Regel gut damit umgehen. Das Problem besteht darin, dass alle gern verkaufen möchten und ihr System als das einzig Wahre hinstellen, egal ob es passt oder nicht. Eine falsche Entscheidung hat hohe Kosten zur Folge. Das Erstellen einer völlig neuen, passenden Webseite kostet viel Geld, zudem müssen die Inhalte mühsam „von Hand“ in ein anderes CMS übernommen werden, da auf die Exportmöglichkeit von Daten bei einem CMS eher selten Wert gelegt wird.

Leichen im World Wide Web
Aktuell erleben wir immer wieder große Probleme mit der Handhabung von Typo3. Ohne Zweifel handelt es sich hier um das Flaggschiff der CMS. Es gibt praktisch nichts, was sich mit Typo3 nicht machen lässt. Und wenn der Kunde, in der Regel kein Fachmann auf den Gebiet der Dateneingabe, eine gute Einführung hatte, sich eingehend mit seinem neuen CMS beschäftigt, sehr viel Zeit investiert und vor allem häufig damit arbeitet, damit er nicht aus der Übung kommt, dann und nur dann wird es ihm gelingen, mit Typo3 glücklich zu werden.

Die Realität sieht leider oft anders aus. Da hat jemand, oft Einzelhändler oder Handwerker, eine neue Webseite. Ein Content Mangement System sollte her. Das beste (Typo3) ist gerade gut genug. Die neue Seite ist am Netz, die Inhalte der alten, statischen Seite sind übernommen. Die Einführung ist gelaufen, der Kunde hat sein Handbuch in der Hand und ist glücklich. Und wenn er 3 Wochen später die erste Änderung vornehmen will, ist er vor allen eins, nämlich hilflos. Er probiert und kann nicht weiter, er ruft seinen Webmaster an. Der telefonseelsorgeerfahrene Webmaster gibt erste Hilfe und stellt den neuen Inhalt zu guter letzt selber ein. 2 Wochen später die gleiche Situation. Irgendwann werden keine neuen Inhalte mehr eingestellt und es gibt eine weitere Leiche im WWW. Hat mal jemand die Seiten gezählt, die nicht mehr gepflegt werden, nur weil Menschen mit ihrem CMS überfordert sind. Sie denken, ich übertreibe? Machen Sie den Test und geben Sie „typo3 Schulung“ bei Google ein. Das Ergebnis spricht für sich und für einen blühenden Dienstleistungszweig.
Typo3 und andere ähnlich geratene CMS sind wirklich gut, aber nicht für jeden.

Hier sind 2 Backendansichten von Typo3 zu sehen. Jedes Inhaltsdetail wird als neuer Datensatz angelegt und verwaltet.

Backend Typo3 Backend Typo3

Es geht auch anders
Schwierig ist es immer dann, wenn Entwickler sich nicht mehr in die Lage der Menschen hineinversetzen können, die mit einem CMS lediglich arbeiten möchten und die nicht das nötige Fachwissen haben, um auf Entwicklerniveau eine Webseite zu pflegen. Glücklicherweise gibt es aber auch Alternativen.

Wir haben bisher mit dem CMS „Websitebaker“ gearbeitet.
Seit Neuestem  erstellen wir unsere Webseiten mit „WordPress“.
Beide CMS erfüllen unseren Anspruch an leichte Bedienbarkeit.
Der Grund für die Umstellung ist, dass die meisten Themes bei WordPress automatisch responsiv sind, während das bei Websitebaker nicht der Fall ist. Außerdem sehen wir bei WordPress aufgrund der rasanten Entwicklung eine wesentlich bessere Perspektive für Ihre Webseite.

Zur Bedienbarkeit: jeder, der auch nur halbwegs mit einem Textverarbeitungsprogramm (z. B. Word) umgehen kann, ist in der Lage mit WordPress, ursprünglich einem Blogsystem, zu arbeiten. Es steht eine Vielzahl von Plugins bereit:
Interaktive Module z.B. Forum, Chat, Gästebuch, Mulitmediale Module z. B. Fotogalerie und Songlist, Seitenmodule z. B. Kalender und viele weitere Module.

Hier sehen Sie eine Darstellung von Frontend und Backend von WordPress.
Der WYSIWYG-Editor macht das Einstellen und Verwalten der Inhalte wirklich
sehr einfach, weil ich sehe, was ich mache.
(WYSIWYG = What you see is what you get)
Ich muss nicht erst den Datensatz suchen, den ich bearbeiten möchte. Die
Inhalte einer angelegten Seite sind direkt sicht- und bearbeitbar.

 

Die Frontendansicht der Seite, die aktuell bearbeitet wird. Und so sieht die Rückseite, das Backend von WordPress aus. Der Editor hat ähnliche Funktionen, wie ein Textverarbeitungsprogramm.

Dieses unkomplizierte CMS ist überall da einsetzbar, wo kein Fachmann und kein
Onlineredakteur zur Verfügung stehen: Handwerksbetriebe, mittelständische
Unternehmen, Institute, Arztpraxen, Schulen, Vereine, Einzelhändler u.v.m.

Ein paar Gedanken zu Open Source
Der Open Source Gedanke, der einst mit Linux so erfolgreich begann, hat sich auch bei CMS fortgesetzt.  Das heißt, es gibt eine Entwicklergemeinde, die ein Projekt umsetzt und weiterentwickelt. Die Software ist frei erhältlich. Weltweit schätzt man die Anzahl der Open Source CMS- Projekte auf 500 bis 800. Anwendungstaugliche Open Source CMS gibt es ca. 30.
Open Source Projekte sind nicht etwa nur für die kleinen Anbieter und die kleinen Kunden gemacht. Banken, Online-Zeitungsredaktionen, Ministerien, sie alle zählen zu den Nutzern. Die modernen Open Source CMS sind zuverlässig und halten Sicherheitsstandards stand.

Noch Fragen?
Ich hoffe, es ist mir hier gelungen, mit einfachen und verständlichen Worten Grundsätzliches über CMS  und die Wichtigkeit der richtigen Entscheidung zu erklären. Wenn Sie weitere Fragen dazu haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Regina Haurand
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